Menschenunwürdiges Leben

Mit Dienstmädchen wird in Bolivien oft umgegangen wie mit Haushaltsmaschinen: Wenn eine nicht funktioniert, wird sie ersetzt.

Dienstmaedchen

Längst nicht alle Dienstmädchen im jugendlichen oder Kindesalter erhalten schulische Bildung, die meisten haben kaum vier Stunden wöchentliche Freizeit, viele erhalten keinen Lohn oder nur ein Taschengeld, und von bezahlten Ferien können sie alle nur träumen. Sie haben keinen Schutz bei Krankheit oder vor häuslicher Gewalt, werden häufig auch sexuell ausgebeutet und später, wenn sie schwanger sind, auf die Strasse gesetzt...

Hände

Die meisten Mädchen, die in den bolivianischen Städten als Hausangestellte arbeiten, kommen direkt vom Land. Sie entstammen der indigenen Bevölkerung und sprechen oft zunächst gar kein oder nur wenig Spanisch. Von den Städtern werden sie verachtet. Ihre Erfahrung der Wertlosigkeit hat Wurzeln, die bis in die Kolonialzeit zurückreichen.